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01.03.2020 Erste mit 5,5:2,5 wieder in der Spur
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Mit einem 5,5:2,5-Heimsieg gegen die SF Lieme 2 hat die erste Mannschaft der SG Turm Rietberg - ohne eine einzige Niederlage am Brett - den zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga verteidigt. Damit meldet sich das Team nach zwei eher bitteren Unentschieden zurück in der Spur.

Nach einem kampflosen Sieg von Martin Funke (Brett 1) und einem Remis von Joel Kollenberg (7) legte Herbert Langhorst (8) ein weiteres Remis drauf: Er hatte die gegnerische Königsstellung schwer unter Feuer genommen, doch dem Liemer gelang es, mit Dame und Turm im feindlichen Lager zu kontern. Ein gefährlich angefesselter Rietberger Turm zwang dessen Besitzer, Dauerschach zu geben. 2:1.
Auf 3:1 erhöhte Cedric Kollenberg. Auf dessen Brett sah es angesichts einer völlig symmetrischen Bauernverteilung eigentlich nach einem weiteren Unentschieden aus. Doch unser NRW-Pokalsieger brachte Unwucht in die Stellung, und der Gegner verteigte sich nicht optimal. Das Ende des Liedes besang einen freien a-Mehrbauern. Als der eigene König diesem zur Hilfe eilte, war die Messe gelesen.
Hendrik Berenbrink (5) und David Austermeier (6) einigten sich kurz nacheinander mit ihren Gegnern auf Remis. Ersterer verteidigte den anfänglichen Druck des Gegenübers gut, setzte erfolgreich zum Konter an und verpflanzte einen seiner schwarzen Bauern nach f3. Das sah schon nach einem Punkt aus, doch - leichte Parallelen zu Brett 8 - der Liemer drang mit Schwermaterial in die Rietberger Stellung ein und drohte/setzte (?) Dauerschach.
Wie die über weite Strecken wirklich spannende Partie unseres Käpt'ns in den Remis-Hafen einlief, entzieht sich aufgrund eigener Beschäftigung am Brett meiner Kenntnis (oder die Kenntnis hat sich angesichts der fortgeschrittenen Stunde mir entzogen, ich weiß es nicht... nachträgliche Infos nehme ich jedenfalls gerne an).
Auf 5:2 stellte Oliver Flöttmann (3) das Ergebnis. Nach durchaus verkorkster Eröffnung schuf er in komplexer Stellung weißfeldrige Felderschwächen auf Liemer Seite. Ein, zwei Tempoverluste des Gegners taten ein Übriges, die Partie kippte zugunsten des Rietbergers, und am Ende der engen Partie stand eine Matt-Kombi, die sich der Gastspieler nicht mehr zeigen ließ. Mannschaftssieg geschafft!
Sven Behler (4) hatte sich derweil von anfänglichem Gegendruck befreit, landete in einem vorteilhaften Turmendspiel, und stand dort schließlich mit 2 zu 0 Bauern vor dem Gewinn, bevor er einen der Landwirte einstellte und sich mit dem dann technischen Remis begnügen musste.

Tabellenführer bleibt nach dem 7. Spieltag Porta Westfalica (12 MP) nach einem klaren Sieg gegen Gütersloh 2. Brackwede könnte mit einem Sieg im Nachholspiel (29. März) zu Rietberg (11 MP) aufschließen.
Weiter geht's für uns am 26. April mit einem weiteren (!) Heimspiel gegen Lemgo (8 MP). Bis dahin sollte aber ein nicht zu vernachlässigendes Problem behoben sein: DER KAFFEE IST (fast) ALLE!!! :-)
S.B.
23.02.2020 Zweite siegt trotz Unterzahl nach 1,5:3,5
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Die SG Turm 2 hat wieder - Floskel: glücklich, aber nicht unverdient - zugeschlagen. Mit 4,5:3,5 besiegten die Rietberger den Tabellennachbarn Brackwede 3 in einem Nachholmatch des 6. Bezirksliga-Spieltags.
Dabei war der Start durchaus nicht vielversprechend, denn die Gastgeber konnten in der Südtorschule das 1. Brett nicht besetzten. Welcher Kommunikationsfehler der Tatsache zugrunde lag, dass der sonst so zuverlässige Michael Trost nicht erschien, ist noch unklar.
Der Rückstand war jedoch schnell aufgeholt, da Yuyang Chen mit seinem Gegner wenig Federlesens machte und bereits nach einer guten halben Stunde den Punkt kassieren konnte.
Danach ließen weitere Ergebnisse längere Zeit auf sich warten. Michael Schalk an Brett 5 glich mit den schwarzen Steinen im Mittelspiel aus und erreichte ein sicheres Remis.
Ungünstig lief es bei Ferdinand Schumacher an 4. Er war in eine vom Gegner bestens präparierte Variante geraten und stand trotz frühen Bauerngewinns unter Druck. Die Rückgabe des Mehrbauern reichte nicht, den Ausgleich herzustellen: Das entstandene Endspiel war verloren.
Recht vielversprechend kam Christian Ströhmeier (7) in die Partie. Er stand leicht überlegen, bis er sich einmal verrechnete und sich plötzlich selbst matt gesetzt sah.
Das Zwischenergebnis von 1,5:3,5 war so nicht erwartet worden und gab zu wenig Optimismus Anlass. Allerdings standen in den drei restlichen Partien recht komplexe Stellungen auf den Brettern. Julius Austermann (2) konnte sich im Mittelspiel Angriffschancen erarbeiten. Seine nach vorn ausgerichtete Spielweise erwies sich als durchschlagend. Julius hat damit alle seine 5 Partien der Saison plus
einem Einsatz in der Ersten gewonnen.
Sein Brettnachbar Ludger Funke hatte inzwischen seine langschrittigen Figuren Dame, Turm und Läufer Richtung gegnerischen König positioniert... aber die Zeit. Genau eine Sekunde vor der Zeitkontrolle schaffte der Rietberger den 40. Zug und damit den Sieg.
Nun lag die Entscheidung über den Ausgang des Mannschaftskampfes am 6. Brett bei Michael Ströhmeier. Die Gelegenheit zum Materialgewinn verschmähte er und nahm abwechselnd König und Dame des Gegners ins Visier. Seine Berechnungen gingen voll auf: Sein Gegenüber konnte zwar einen Turm und einen Läufer schlagen, aber nicht das Matt verhindern. Ein schöner kombinatorischer Abschluss in einem engen Mannschaftskampf!

Damit ist Turm 2 (9 MP) wieder Tabellenzweiter hinter Spitzenreiter SC Rochade Beckum (10 MP) - beide mit einem nominell ähnlich leicht einzuschätzenden Restprogramm.
Weiter geht es am 15. März beim SK Sieker 2 (4 MP).
F.S.
16.02.2020 Aufstiegsmotor stottert [UPDATE: Tabelle]
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Diesmal kann man sich relativ kurz fassen. Nur mit einem 4:4 kehrte die SG Turm Rietberg am 6. Spieltag der Regionalliga aus Bad Oeynhausen zurück - und hatte bei dem Spiel nicht eine einzige Partie am Brett gewonnen. Für den Aufstiegskampf bedeutet das Ergebnis einen weiteren Rückschlag. Zwar hat die Erste noch keine Mannschaftsniederlage einstecken müssen, doch es ist bereits das dritte Unentschieden der Saison.

UPDATE: Den zweiten Tabellenplatz konnte die SG Turm (jetzt 9 Mannschaftspunkte) immerhin verteidigen. Neuer Spitzenreiter ist allerdings der SC Porta Westfalica (10 MP), der den bisherigen Primus aus Brackwede (9 MP) auch dank zweier kampfloser Punkte mit 5:3 besiegte. Zwischen diesen drei Teams dürfte sich der Aufstieg entscheiden. Einzig Rietbergs nächster Gegner, die SF Lieme 2 (Spieltag: 1. März), könnten mit einem Sieg im Nachholspiel noch auf 8 MP kommen. Alle anderen Mannschaften haben 6 MP oder weniger.

Zurück zum heutigen Spiel:
Die SG Turm lag von vornherein kampflos mit 1:0 in Führung. Die Gastgeber waren so freundlich, am Vorabend der Begegnung an Mannschaftsführer David Austermeier durchzugeben, dass bei ihnen das 1. Brett unbesetzt bleibe, so dass Martin Funke die relativ weite Reise gar nicht erst antreten musste.
An den Brettern gelang es den Rietbergern jedoch nicht, den Vorsprung auszubauen. Bis zum Ende der dritten Stunde remisierten - in chronologischer Reihenfolge - Herbert Langhorst (Brett 8), Cedric Kollenberg (2), Hendrik Berenbrink (5) und Sven Behler (4) in tatsächlich ausgeglichenen Stellungen ihre Partien. Doch damit erhöhte sich auch die Gefahr, dass das ganze Ding noch kippt. Und jeder Remisant (der Chronist eingeschlossen) mag sich fragen, ob mehr individueller Kampfgeist - und sei es das Warten auf gegnerische Fehler - der Mannschaft dienlicher gewesen wäre. Andererseits rückte mit jedem Remis der Sieg rechnerisch näher, und auch Rietberger greifen schließlich mal daneben und/oder überziehen eine Stellung. Ein weites Feld...
Kollektives Aufatmen jedenfalls, als der Gegner von Joel Kollenberg (7) - mit Mehrbauer, aber in Zeitnot - ein weiteres Remis anbot, dass der Rietberger Spieler annahm.
Auch an den beiden verbleibenden Brettern sah es mittlerweile nicht mehr gut aus. Oliver Flöttmann (3) hatte sich mit Weiß auf e3 und a6 schwache Bauern eingehandelt. Am Ende aber blockierten sich die Bauernketten gegenseitig derart, dass es für keine Seite ein Durchkommen gab und auch hier der Punkt geteilt wurde.
David Austermeier (6) hatte sich vorm eigenen König früh Schwächen auf den schwarzen Feldern eingehandelt, konnte sich aber befreien und in ein ausgeglichenes Doppelturm-Endspiel überleiten. Seinem Gegenüber gelang es dann aber, die Rietberger Bauernstruktur aufzubrechen und ein vorteilhaftes Turmendspiel zu erreichen. Übereinstimmenden Kiebitz-Meinungen zufolge verpasste David an einer Stelle die Möglichkeit, das Spiel knapper zu gestalten und seine Remischancen zu erhöhen, und musste sich schließlich geschlagen geben.

Weiter geht es - wie erwähnt - schon in zwei Wochen zu Hause gegen die SF Lieme 2.
S.B.
01.02.2020 Biernath (SF Verl) gewinnt Stadtmeisterschaft
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Thomas Biernath von den Schachfreunden Verl hat die 24. Rietberger Stadtmeisterschaft im Schnellschach gewonnen. Mit 6:1 Punkten setzte er sich am Ende an die Spitze des Feldes der 37 Teilnehmer aus sechs Vereinen der Region sowie einigen Nicht-Vereinsspielern. In der letzten der sieben Runden besiegte er den zu dem Zeitpunkt Führenden Sven Behler (SG Turm Rietberg; 5,5 Punkte) und verwies diesen damit auf den zweiten Platz. Rang drei belegte Frank Seliger (Gütersloher SV; ebenfalls 5,5 Punkte).

Dabei sah zunächst ein vierter Spieler nach dem sicheren Sieger aus: Josef Schwarzenberg (SC Delbrück) hatte als einziger die ersten fünf Runden siegreich beendet – darunter das direkte Duell gegen Biernath –, bevor er sich erst Behler und dann Vorjahressieger Cedric Kollenberg (SG Turm Rietberg) geschlagen geben musste.

Schwarzenberg wurde am Ende Vierter. Auf den weiteren Top-Ten-Plätzen folgten Oliver Flöttmann (SG Turm Rietberg) und Kollenberg (alle 5,0 Punkte) sowie Karsten Leuckert (SV Ennigerloh-Oelde), Hendrik Berenbrink, Ferdi Schumacher und David Austermeier (alle SG Turm Rietberg; alle 4,5 Punkte). Bester vereinsloser Spieler wurde Alexander Meusert (3,5 Punkte). Den Pokal als bester U14-Teilnehmer gewann Elias Vögeler (SG Turm Rietberg; 3,0 Punkte).

Die Abschlusstabelle des Turniers findet sich unter » chess-results.com. Mit Thomas Biernath reiht sich zum ersten Mal seit Dieter Sehm (2003 & 2004, heute SK Heepen) ein Spieler der Schachfreunde Verl in die » Hall of Fame der Rietberger Stadtmeister ein.

Das traditionelle Schnellschach-Turnier fand zum zweiten Mal in der Mensa der Gesamtschule Rietberg statt. Es gab erneut Preise für alle Teilnehmer, die wie gewohnt kein Startgeld zahlen mussten und kostenfrei mit Kaffee, Kaltgetränken, Süßwaren und Kuchen bestens versorgt wurden. Unterstützt wurde das Turnier einmal mehr von der Sparkasse Gütersloh-Rietberg, der Goldgalerie Harten und der Kaffeerösterei Eos. Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder steuerte im Namen der Stadt drei Einkaufsgutscheine zum Preisfonds bei.

Gerne seien hier die Worte unseres Vereinsvorsitzenden Ferdi Schumacher zitiert: "Bedanken möchte ich mich ganz herzlich bei allen, die bei der Vorbereitung, Durchführung und der Nachbereitung geholfen haben, eingeschlossen die Mütter und Ehefrauen, die für Kuchen und Nussecken gesorgt haben. Die Ostereier-Spende von Werner [Martinschledde] war neu, hat aber guten Anklang gefunden. Nur gemeinsam kann man eine solche Veranstaltung stemmen!"

Und gemeinsam hoffen wir, dass die heimische Sparkasse ihre diesmal zurückgefahrene Form der finanziellen Unterstützung überdenkt und wenigstens auf den vorigen Stand bringt. Immerhin ist die SG Turm Rietberg die mit Abstand höchstklassige Sport-Mannschaft der Stadt.

Eindrücke vom Turnier gibt es in unserer » Galerie.
S.B.
26.01.2020 Erste verliert 4:4 gegen Paderborn
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Ein Paderborner Spieler sagte nach dem Spiel, er habe zwischendurch ein 5,5:2,5 für Rietberg kommen sehen. Auf Rietberger Seite ging die Tendenz zu 6:2. Doch am Ende des fünften Regionalliga-Spieltags gab die SG Turm ihre 3:1- und 4:2-Führung noch aus der Hand und musste in der Südtorschule ein bitteres Mannschaftsunentschieden hinnehmen.

Sven Behler (Brett 4) konnte nach seinem kampflos gewonnenen Punkt erst einmal zu einem ausgiebigen Sonntagsspaziergang aufbrechen. Als er anderthalb Stunden später zurückkam hatte Martin Funke (1) bereits seinen erwartbaren Sieg eingefahren.
Die Rietberger Zwei-Punkte-Führung hatte in der Folge durch vier Remis Bestand. Zunächst bot Herbert Langhorst (7) seinem Gegner in komplexer Stellung mit jeweils ziemlich blank stehenden Königen die Punktteilung an. Zwar hatte sein Gegner nur noch gut 3 Minuten (plus Zeitaufschlag) für die vor der Zeitkontrolle verbleibenden rund zehn Züge auf der Uhr, aber der Rietberger wollte kein taktisches Risiko eingehen, zumal die übrigen Bretter den Gastgebern Gutes versprachen.
Auch Hendrik Berenbrink (5) spielte Remis - unter spektakulären Umständen. Sein Gegner hatte einen Turm in die lange Rochadestellung geopfert, und sein zweiter Turm drohte, die Rietberger Dame mit in den Tod zu reißen. Leider übersah Hendrik unter Zeitdruck die siegbringende Wiederlegung, ging statt dessen in ein Endspiel mit Doppelturm und Läufer gegen Dame, konnte ein Dauerschach aber nicht verhindern. 3:1.
Oliver Flöttmann (3) hatte nach etwas passiver Eröffnung recht bald ein ausgeglichenes Doppelturmendspiel erreicht, das in ein nicht weniger ausgeglichenes Turmendspiel mündete, das wiederum nach den weiteren Zügen den Friedensschluss zur Folge hatte.
Cedric Kollenberg (2) sah dank zweier Mehrbauern schon wie der sichere Sieger aus. Doch ein wuseliger Paderborner Springer hüpfte drohend in der Rietberger Bretthälfte herum, eroberte einen Landwirt zurück und pendelte sich schließlich, ins Remis entkommend, mit Turm-Unterstützung zur Zugwiederholung. 4:2.
Nun hätte - fast überflüssig zu erwähnen - ein Remis zum Mannschaftssieg gereicht. Doch es sollte nicht sein.
David Austermeiers Gegner (6) hatte das skurrile Colorado-Gambit aufs Parkett gebracht, und im weiteren Verlauf der Partie hatten beide Seiten - schließlich bei Doppeltürmen und ungleichfarbigen Läufern - ihre Chancen. Auch als sich ein schwarzer Paderborner Bauer bis auf g2 vorarbeitete war die Messe noch nicht gelesen. Aber dann musste David doch eine Qualität für den aggressiven Landwirt geben. In wohl hoffnungsloser Stellung ließ er die Zeit ablaufen.
Ludger Funkes Stellung (8) sah über weite Strecken völlig zufriedenstellend aus. Doch im Schwerfiguren-Endspiel versandete allmählich der Rietberger Angriff am Königsflügel, während der Paderborner Spieler mit seiner Dame zum nach ihr benannten Flügel schwenkte, dort einen Bauern eroberte und mit einem zur Umwandlung bereiten a-Freibauern das Spiel rasch für sich entschied.

Mit dem 4:4 und nunmehr 8 Mannschaftspunkten (MP) musste die SG Turm die Tabellenführung abgeben - an den Brackweder SK (9 MP), der gegen E'loh-Oelde gewann. Weiter geht es für die SG Turm am 16. Februar in Bad Oeynhausen (3 MP).
S.B.