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Turm III gewinnt zum Saisonabschluss

Statt mit einem Blumenstrauß bewaffnet bei Muttern vorzusprechen, trafen sich heute – zeitgleich mit der Ersten – insgesamt 32 Schachspieler zum Mannschaftskampf in der Rietberger Südtorschule. Sechzehn davon kämpften in der Bezirksklasse gegen die "Rote Laterne": die Dritte aus Rietberg gegen die Sechste aus Gütersloh.

Nachdem die Formalitäten erledigt und die Begrüßungsworte gesprochen waren, ging Rietberg sofort in Führung. Ein Gütersloher hatte offenbar doch die Mama vorgezogen und bescherte Hans-Werner Maier (Brett 6) einen freien Vormittag – 1 zu 0.

Dann dauerte es eine Weile, bis sich Uli Baumann (5) dem gegnerischen Mannschaftsführer geschlagen geben musste. Nach nächtlichen Aktivitäten war er übermüdet angereist und entsprechend unkonzentriert – sein Gegner nahm darauf keine Rücksicht – 1 zu 1.

An den unteren Brettern kam der Rietberger Nachwuchs zum Einsatz. Kai Wittenborg (8) drohte zunächst schnell unter die Räder zu geraten, denn sein Gütersloher Gegner machte mächtig Druck und Kais König war sich seines Lebens nicht mehr sicher. Doch dann – war es eine Falle, gegnerischer Übermut oder einfach nur eine Verwechslung der Buchstaben M und P ? – konnte Kai ein Remis verbuchen, da er keine gültigen Züge mehr ausführen konnte – 1,5 zu 1,5.

Hannes Ullrich (7), der so clever war, die Mutter gleich mitzubringen, zeigte von Beginn an, dass er seine Scharte vom vierten Spieltag auswetzen und die Saison mit einer positiven Bilanz beenden wollte. Er hinderte seinen Gegner bis ins Endspiel daran, in Vorteil zu kommen, setzte ihn dann zunehmend unter Druck und ging als strahlender Sieger nach Hause – 2,5 zu 1,5.

Marcel Küsterameling (3) hatte keinen guten Start in den Tag und geriet deutlich in Nachteil. Eigentlich bestand kaum Hoffnung, heute auch nur in die Nähe der Remisbandbreite zu kommen. Doch dann erklang ein herzzerreißendes Stöhnen seines Gegners: Durch einen Einsteller verschenkte dieser leichtsinnig Material und ließ Marcel wieder mit deutlichem Vorteil ins Spiel zurückkehren. Nun völlig konzentriert nutzte Marcel die Chance und gewann einen wichtigen vollen Brettpunkt für die Türme – 3,5 zu 1,5.

Jetzt kehrte erst einmal eine Weile Ruhe im Spielsaal ein. - Dann endete auch die Partie von Agon Krasniqi (1). Er kam nach einer unpräzisen, aber dennoch ausgeglichenen Eröffnung erst im Mittelspiel durch einen fehlerhaften Bauernvorstoß in Nachteil – ein geplanter Doppelangriff ließ sich problemlos neutralisieren. Dadurch verlor er früh einen Bauern und im Endspiel einen weiteren, womit die Stellung endgültig verloren war. Sein Remisangebot wurde abgelehnt, und angesichts der klar besseren Endspielstellung seiner Gegnerin gab Agon schließlich auf – 3,5 zu 2,5.

Eberhard Austermann (4) hatte sich vorgenommen, dass Turm III die Saison nicht auf dem letzten Tabellenplatz beenden würde. Also musste auch er von Anfang an konzentriert auf Vorteil spielen – was ihm gut gelang. Der Zwischenstand ließ zu keinem Zeitpunkt Raum für ein Remis-Angebot, also musste er mutig weiter Druck aufbauen und hoffen, nicht in einen Konter zu laufen. Seine sympathische Gegnerin verteidigte sich tapfer, hatte aber nicht mit Bauer Anton gerechnet. Als dieser heldenmutig nach a6 vorstürmte, erschien die weiße Fahne bei Schwarz – der Mannschaftssieg war gesichert – 4,5 zu 2,5.

Endtabelle
Endtabelle
Nun kämpfte nur noch Naser Aboalseel (2). Die Partie wogte hin und her, und zum Schluss schien der Gütersloher die Nase vorn zu haben. Dieser verspielte seinen Vorteil jedoch zunehmend, und mit etwas mehr Stellungsglück hätte Naser das Endspiel mit seinem Plus-Springer gegen jeweils Turm und Bauer sogar noch gewinnen können. So einigten sich beide schließlich auf Remis – Endstand 5 zu 3.

Damit ist die Saison 2025/2026 der Bezirksklasse Bielefeld abgeschlossen. Eberhards Wunsch, die "Rote Laterne" auf den letzten Metern noch abzugeben, ging in Erfüllung: Rheda kam über ein 4 zu 4 gegen Halle nicht hinaus, und sowohl der direkte Vergleich als auch die Brettpunkte sprechen nun für die Türme. Unser heutiger Gegner blieb dank der mehr gewonnenen Brettpunkte knapp vor uns.

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